Journal

Das Journal auf portikus.de dient als Erweiterung der Ausstellungen im Portikus. Verschiedene Beiträge wie Essays, Interviews, Erzählungen oder Foto- und Videobeiträge vermitteln einen genaueren Blick auf die Interessen der ausstellenden Künstler und reflektieren Themen, die unsere Gesellschaft, Politik und Kultur betreffen.

Im Rahmen der Ausstellung Pierre Verger in Suriname lädt Willem de Rooij die Künstler*innen Razia Barsatie, Ansuya Blom, Ruben Cabenda und Xavier Robles de Medina ein, ihre Werke auf der Portikus-Website zu zeigen. Das Programm Flux und Reflux – A Selection of Moving Images stellt vier zeitgenössische Künstler*innen vor, die einen Bezug zu Surinam haben. Die Videoarbeiten werden jeweils für zwei Wochen online verfügbar sein:

01.07.–14.07.2021

Razia Barsatie

A no san fesi e sori, ati e tyari, 2021

(wat niet op het gezicht te zien is, draagt 't hart m.a.w. het uiterlijk is anders than het innerlijk)


Video-Installation

8,3 m x 5,1 m

Holzkohle, Gips, Mehlteig, Kampfer, Tapioka, Küchenreinigungstuch, Marker, dreizehn kleine Motoren


Basierend auf ihrem fiktiven Theaterstück »A no san fesi e sori, ati e tyari« zeigt die gleichnamige Videoinstallation eine chaotische Atmosphäre zwischen dem tief verwurzelten Unterbewusstsein und dem bewussten Verstand der Protagonistin, Christien. Gefangen zwischen Einsamkeit, Hass, Trauma, Vertrauen und Verwirrung, fragt sie sich, wie sie jemandem etwas erklären kann, wenn sie es selbst nicht einmal versteht. Die Installation erzeugt abstrakte und konkrete Wiederholungen – mehrere auf Holzkohle gestapelte Fingerskulpturen werden von Wandzeichnungen begleitet. Im Rhythmus der Installation schafft Barsatie eine Meditation des Raumgebens, der Verbrennung des inneren Gedankens, der Verarbeitung und des Loslassens.


Razia Barsatie (*1982 in Paramaribo) lebt und arbeitet in Amsterdam, wo sie ihre Forschungen über Geruchserhaltung, Erinnerung und das Häusliche als Raum emotionaler Unterdrückung fortsetzt. Sie absolvierte die Rietveld-Akademie und ist derzeit Resident an der Rijksakademie in Amsterdam. Zu ihren jüngsten Ausstellungen gehören Nieuwe Kerk Amsterdam, Nieuw Dakota und Theater Thalia in Amsterdam, Künstlerresidenzen und Ausstellungen in Moengo, Surinam, Thami Mnyele Foundation Award in Amsterdam, CARMA in Französisch-Guayana und das Caribbean Linked III Atelier '89 in Aruba.


Song Credits:

Maa-mujhe-apne-aanchal | Sängerin: Fariz Barsatie

Maa-ki-dua-jannat-ki-hawa |Sänger: Muhammad Hassan Raza Qadri


Stimme:

Daniel Aguilar Ruvalcaba | Diana Cantarey | Özgür Atlagan | Salim Bayri | Aldo Esparza Ramos | G | Lungiswa Gqunta | Claudia Pagés Rabal | Tomasz Skibicki | Mette Sterre | Sungeun Lee | Anh Tran


Dank an:

Schrijversvakschool | Vincent Reit | Faaria Kasiem | Niaaz Kasiem | Ansuya Blom |

Annelie Musters | Ratu Saraswati | Elke Uitentuis


Installationsaufnahmen: Courtesy of the Artist and Rijksakademie Archive

Porträtbild: Marjet Zwaans


Website der Künstlerin:

http://www.raziabarsatie.com

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