18.07.–14.10.2017

Der Portikus wird 30 Jahre alt. Als kleine Kunsthalle an der Schönen Aussicht 1987 gegründet, ging es über das Leinwandhaus auf die Maininsel. Portikus XXX nennt sich unser Jubiläumsprojekt, das nicht zurückschaut, sondern einfach weitermacht, und das nicht im Portikus selber sondern in der Stadt, die für den Portikus so wichtig ist: Frankfurt am Main. Mit kleinen Gesten, gezielten Eingriffen bis hin zu großen Interventionen verlassen wir unsere Räume und präsentieren neue Arbeiten an Orten, die das Stadtbild prägen. Und so richtet sich Portikus XXX an ein Publikum, das stets interessiert ist und gleichzeitig führen wir fort, was wir auch die letzten Jahre machten: Ausstellungen, die anregen, Sichtweisen erweitern, und Fragen stellen.

Kuratiert von Franz Hempel & Fabian Schöneich

Summer Screenings

19.07.2017, 21h
Portikus
Filming Lack
Mit u.a. Thirteen Black Cats, Martha Rosler

26.07.2017, 21h
Portikus
Dara Friedman

02.08.2017, 21h
Procession / Parade
Mit u.a. Nina Könnemann, Jimmie Durham

09.08.2017, 21h
Portikus
Sound Bleed
Mit u.a. Minouk Lim, Basel Abbas & Ruanne Abou-Rahme, Lawrence Abu Hamdan

16.08.2017, 21h
Portikus
Non-work
Mit u.a. Helke Bayrle, Frances Stark

Wie könnte eine durch Video erzählte Nebengeschichte des Portikus aussehen? Helke Bayrles Portikus Under Construction liefert die Bilder zu dieser Geschichte, indem es ein institutionelles Gedächtnis und eine Reihe von Kunstwerken aus dem konstruiert, was beinahe immer getilgt und ausgeblendet wird: die Arbeit, die in den endgültigen, der Öffentlichkeit präsentierten Installationen im Hauptsaal außen vor bleibt. Auch wenn die in diesem Screening-Programm gezeigten Kunstwerke an sich keinesfalls Nebenwerke sind, operieren sie außerhalb der Grenzen früherer Beiträge, die diese Künstler zum Vermächtnis der Ausstellungen im Portikus geleistet haben. Fast keiner dieser Filme oder Videos wurde zuvor in den Sälen des Portikus gezeigt, doch in ihrer Summe und in ihrer Abweichung von der Norm bieten sie ein Vehikel zur Reflexion. Diese Beziehungen sollen sich durch die Methoden des Programms ziehen, und so werden Zusammenstellungen aus Filmen und Videos den Wert des Mangels, des Ungewissen, des Sekundären, des Dunklen, des Vergessenen und des Nichtklassifizierbaren beleuchten. Von Bayrle inspiriert, versucht das Projekt, aus diesen uneindeutigen Positionen eine Nebengeschichte des Portikus zu konstruieren.

Programm von Levi Easterbrooks