26.01.–09.03.2008

Der Portikus zeigt mit seiner ersten Ausstellung im neuen Jahr eine spektakuläre Rauminstallation der italienischen Künstlerin Paola Pivi (* 1971 in Mailand). Die Ausstellung wurde speziell für den Ausstellungsraum des Portikus entwickelt. Zu sehen sind neun Objekte aus poliertem Stahl, die jeweils aus fünf Meter hohen Rohren, einer Pumpe und einem Bassin bestehen. In jedem dieser Objekte zirkuliert eine Flüssigkeit im beständigen Kreislauf. Die Flüssigkeiten - Rotwein, Mandelsirup, Glyzerin, schwarze Tinte, Olivenöl, Espresso, Wasser, Gesichtstonic und Waldmeistersirup - fallen in einem massiven, energischen Strahl aus der 13 Zentimeter breiten Rohröffnung in das Bassin. Die gesamte Anordnung wirkt als Rauminstallation auf diese Weise recht beeindruckend und strahlt massive Power aus. Pivi ist dafür bekannt, groß angelegte Projekte zu verwirklichen, die absurde Aspekte der Alltagswelt hervorheben und den Betrachter mit unvorhergesehenen, spektakulären Situationen konfrontieren. In ihren Arbeiten bringt sie bekannte Objekte in ungewohnte Kontexte, so dass sie eine modifizierte Bedeutung und Funktion erhalten und auf diese Weise kulturelle und gesellschaftliche Konventionen vorführen. Paola Pivi verwirklicht Vorstellungen und Ideen von Anordnungen, die man so normalerweise nie zu sehen bekommen würde. Das Spektakuläre und eine gewisse romantische Vorstellung von der Umkehrung der Dinge halten sich hierbei die Waage. Pivi war in den letzten Jahren an wichtigen internationalen Gruppenausstellungen vertreten, wie etwa 1999 und 2003 an der Biennale in Venedig. Anfang 2007 zeigte Paola Pivi ihre Arbeiten erstmals im deutschsprachigen Raum in einer großen Einzelausstellung in der Kunsthalle Basel.

Wir danken für die Unterstützung: Illy, Regenponcho.com, Dokumental und Provide.

Fotos: Katrin Schilling